Ich bin dann mal weg

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... oder wieder da ... zumindest halb.
In den vergangenen Monaten war es hier so ruhig wie wohl noch nie zuvor und mein schlechtes Gewissen hält sich auch in Grenzen. Die Eingewöhnung in Hamburg hat zwar ganz gut geklappt, aber trotzdem lief es manchmal anders als gedacht und bin wie gesagt auch gar nicht böse darüber.
Genäht habe ich trotzdem (auch gar nicht so wenig), aber ich habe auch gemerkt, dass ich davon ein bisschen Abstand brauche. Ich nähe wirklich gern, aber ich war nun an dem Punkt, dass ich mich nicht mehr so herausgefordert fühlte und mich so wenig motivierte. Ich möchte gern etwas Neues probieren und mich weiterentwickeln. Wie ich das machen will, weiß ich noch nicht, aber ich habe in den vergangenen Tagen mal wieder etwas gemacht, was ich schon ewig nicht mehr mit einer solchen Begeisterung gemacht habe. Ich habe wieder gepatcht.
Über diese kleinen Stoffteilchen bin ich damals zum Nähen gekommen, wollte doch eine Tagesdecke für das Bett machen. Und daraus wurden einige, die ich auch liebend gern verschenkte. Mir selbst ist aus dieser Zeit nur eine geblieben, die derzeit in irgendeiner Kiste schlummert. Sie war farblich passend zu der damaligen Wohnzimmercouch, die nun eingelagert ist, weil wir nicht genug Platz haben. Irgendwann kommt beides wieder zusammen.
Während meiner Aufenthalte 2010 und 2012 in Amerika war ich auch sehr fleißig beim Aussuchen toller Stoffe für Quilts. Ich träumte von einer neuen Tagesdecke fürs Bett, denn die erste ist mittlerweile auch weiterverschenkt. Dann eine Decke fürs Wohnzimmer - für den Frühling, für Weihnachten und für die Zeit zwischendrin ...
Den Weihnachtsquilt fing ich auch an. Mittlerweile bin ich zweimal umgezogen und leider ist die Decke aber trotzdem noch nicht fertig. Im letzten Jahr bekam ich schon die Aufforderung von meinem Mann, ich solle sie doch fertig machen. Wäre doch nett. Ja, wäre es, aber irgendwie kommt bei solchen Vorhaben immer das Leben dazwischen.
Im Moment ist die Motivation sich wieder an diese Ideen und Projekte zu machen relativ groß und deshalb surfe ich jetzt mal auf dieser Welle weiter. Mal schauen, wann ich wieder baden gehe und alles eingeschnappt in die Ecke pfeffere.
Ich bin also beschäftigt, werde versuchen zügigst Ergebnisse zu zeigen, aber da so viele Ideen ja auch müde und geschafft machen, bin ich dann erstmal im Urlaub.
 
Und schon ist sie wieder weg ...
Liebe Grüße

Hallo Hamburg - Du bist schön [Juli 2014]

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Neulich diskutierten wir bei der täglichen Mittagsrunde um den See darüber, dass Hamburg vergleichsweise ja doch ziemlich grün ist. Der spanische Kollege (ursprünglich bei Barcelona zu Hause) lobte Hamburg wohingegen der Kollege meinte, der ein Häuschen auf dem Land sein Eigen nennt, hier wäre es nicht so grün wie bei ihm. Wie so oft ist es wohl eine Ansichtssache. Was sage ich dazu? In der Regel findet man wirklich eine Menge grüner Flecken in nur wenigen Gehminuten. Das macht es gleich gemütlicher. An den Winter mag ich gar nicht denken, wenn man wieder durch die Bäume hindurch schauen kann. Aber so geht es den anderen auf dem Land ja auch, wenn sich das Jahr zu Ende neigt.


 Aber noch sind wir ja mittendrin! 
  • Das Highlight des Monats kam am Ende - BluePort. Ich hatte davon schon zuvor gelesen, aber hatte es dann wieder vergessen. Beim Sortieren (Schande über uns) fanden wir die vielen Gutscheine, die wir zur Hochzeit bekamen. Unter anderem ist da ein Gutschein für eine Lichterrundfahrt dabei gewesen. Das passte also doppelt gut. Mit dem Schiff bei blauem Licht durch den Hafen und die Speicherstadt! 
  • Altes und weniger neues gibt es Samstags auf dem Flohmarkt im Schanzenviertel (Neuer Kamp / Feldstraße). Buntes Treiben und keine lästigen Stände mit Neuware in neon und Glitzer. Meine Beutezüge waren zwar jetzt noch nicht riesig, aber Kleinvieh macht ja ... ihr wisst schon. Meine Taktik ist übrigens diese: sich etwas aussuchen, dem liebsten und besten Mann Bescheid sagen und sich dann verdrücken. Der Mann macht das dann schon. Und noch besser ist, wenn der Mann Dinge sieht, die man selbst nicht sieht - so kamen neulich Ohrringe und eine wunderschöne Kette zu mir.
  • Unsere Vorbereitungen für den Urlaub laufen! Und ich kann es ehrlich gesagt kaum noch abwarten. Ende August, pünktlich zu unserem ersten Hochzeitstag geht es an die Nordsee. Ich nähe dafür fleißig Urlaubsgarderobe. Oh, (nochmal) Schande über mich, ich müsste dringend mal wieder etwas zeigen. 
  • In der alten Heimat waren wir auch - wie schon im letzten Jahr besuchten wir wieder die Störtebeker Festspiele auf Rügen. Knall, bumm, peng ... und ein bisschen Feuer ... ein schöner Abend und nächstes Jahr selbstverständlich wieder, denn wir müssen ja wissen wie die Geschichte weitergeht.
  • Ordnung ist das halbe Leben - das habe ich bestimmt schon mehrfach hier im Blog erwähnt. Seit ein paar Wochen sortiere ich wie wild unsere ganzen Digitalfotos und dann habe ich mir auch noch vorgenommen, die meisten davon schön und ordentlich in Fotoalben zu kleben. Ich liebe ja Fotos schauen. Damit bin ich auch tatsächlich fertig geworden - also mit dem Sortieren - kleben werde ich wohl im August.
Hamburg, du bist schön!

Hallo Hamburg - Sommer ist da [Juni 2014]

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Über das Wetter habe ich nichts zu meckern. Einzig stelle ich fest, dass die Tage schon wieder kürzer werden. Dass die Zeit sowieso rennt, vermute ich schon länger. Und wie sagte mal ein Kollege, er schaffe es irgendwie nicht, den Schlafmangel vom Wochenende in der Woche nachzuholen. So ging es mir die letzten Wochen leider auch, wenn ich lange schlafen konnte, wollte ich nicht und wenn ich los musste, wäre ich doch lieber im Bett geblieben. Gemein ist das.


Hier wieder ein Bericht aus meiner neuen Heimat, was mich hier erwartet hat und wie es mir in dieser großen Stadt ergeht - ein Rückblick auf meine erste Zeit in Hamburg.
  • Besuch - es gibt so Freunde, die sieht man ewig nicht, telefoniert nicht, trifft sie dann und alles ist wie immer. Als ich Manu kennenlernte vor 1,5 Jahren in Berlin beim Bloggertreffen, hatte ich sofort das Gefühl, dass wir irgendwie gleich ticken. Seitdem hört das auch nicht auf. Wir telefonieren ab und zu und wenn es die Zeit zulässt, besuchen wir uns. (Noch besser an der Sache ist, dass sich auch unsere Männer gut verstehen). In Hamburg besuchten sie uns nun das erste Mal am verlängerten Himmelfahrtswochenende und wie üblich war es schön - sehr schön!
  • Ich mag Überraschungen - wie wohl die meisten. Und besonders mag ich die guten Überraschungen. Dunkle Wolken können gern wegbleiben. Im wahrsten Sinne bei strahlendem Sonnenschein kam ich nach Hause und mein Mann hatte spontan eine Picknickdecke besorgt. Die stand ja schon so lange auf der Liste. Probeliegen ging hervorragend im Stadtpark. Einfach nichts tun und die Sonne genießen.
  • Ich laufe auf Arbeit wirklich viel und deshalb kann man sich ab und zu mal eine Fahrstuhlfahrt gönnen - vor allem, wenn es hoch hinausgeht. Mit unserem Besuch waren wir auf dem Michel und weil runter ja meist einfacher geht, wählten wir den Fahrstuhl für die Tour nach oben. Und beim Abstieg war auch noch alles gut, aber die Stufen waren schon irgendwie komisch. Tatsächlich hatte ich am nächsten Tag furchtbaren Muskelkater in den Waden, der auch ein paar Tage anhielt. Sehr gemein.
  • Öffentlicher Nahverkehr kann schon ziemlich cool sein. Erstmal muss man keinen Parkplatz suchen und in Hamburg dürfen Mann und Frau mit dem richtigen Fahrschein sogar mit der Fähre fahren. Wir fuhren von den Landungsbrücken nach Ovelgönne. Einmal durch den Sand stapfen bei viel Sonnenschein und Kartoffelpuffer mit Schmand und Nordseekraben genießen, macht glücklich! Wiederholung sehr wahrscheinlich!
  • Im April wurde ich noch belächelt, als ich meine Tomatenpflanzen auf dem Balkon einbuddelte. Seither ist alles schön gewachsen und aus den zahlreichen Blüten wurden kleine grüne Murmeln. Noch sind sie nicht essbar, aber zu riechen sind sie schon. Das beste ist, ich darf sie dann ganz allein genießen, wenn sie reif sind (der Mann mag Tomaten nur aus der Flasche). Pech für ihn.
  • Da der große Urlaub wegen des Umzugs und neuen Jobs nicht so richtig planbar war, überraschte mich mein Mann zum Geburtstag mit einem Kurztrip nach Berlin. Den Gutschein durfte ich nun über Pfingsten einlösen. Bequem im Bus fuhren wir nach Berlin und wettertechnisch ließ sich die Hauptstadt nicht lumpen. Wir waren auf dem Maybachufer, wo ich nichts kaufte. (Häh? ... Ja, wirklich.) Wir besuchten das Musical "Hinterm Horizont" und schlenderten über diverse Flohmärkte, suchten uns ein schattiges Fleckchen im Treptower Park und waren gefühlt ganz weit weg vom Alltag. Als wir wieder in Hamburg einrollten, regnete es. Das war vermutlich ein Zeichen, dass man uns vermisst hatte, oder?
  • Nass wurde es mit Kollegen. Nach der Arbeit ging es zum Wasserskifahren nach Süsel -  nordwestlich von Lübeck. Die Anlage ist sehr schön, das beste Wetter hatten wir uns auch ausgesucht, nur ich bin für Wasserski einfach nicht gemacht. Bei mir war es anstatt Wasserski fahren eher Wasserski plumpsen. Naja, ich gebe zu, ich habe auch ziemlich schnell aufgegeben. In der Sonne rumsitzen und die anderen beobachten macht aber auch Spaß.
  • Und für alle, die sich wie ich als Überhaupt-Nicht-Fußball-Interessiert outen, empfehle ich einen Saunabesuch, z.B. in Norderstedt, pünktlich zum Spielbeginn. Insgesamt war eine Handvoll Gäste da und man konnte sich im wahrsten Sinne des Wortes entspannen und die Ruhe genießen.
  • Stoff im Juni? - ne, keiner. Ist wirklich wahr. Das einzige, was ins Haus geflattert kam, waren meine schon lang ersehnten Schnittmuster. Die haben eine längere Reise hinter sich. Waren schon einmal vor der Tür und konnten wegen falscher Adressierung nicht zugestellt werden und schwommen zurück über den großen Teich. Dank einer Freundin in Amerika sind sie nun zurückgeschwommen und nun endlich da. Jetzt muss ich ja auch wieder Stoff kaufen, oder?
  • Genäht (fertig und natürlich auch angefangen) habe ich auch, obwohl hier im Blog nichts davon zu sehen ist. Mir fehlt für Bilder die Zeit und ehrlich gesagt, finde ich das gerade auch gar nicht so schlimm. Ist eben manchmal so und dass ich gerade auch im Internet nicht so viel unterwegs bin, stört mich eigentlich gar nicht. Nennen wir es einfach Sommerpause oder den Wind aus den Segeln nehmen ...

Liebe Grüße